Tomaten mit Eiern –lecker, schnell und ganz schlicht

Pfanne: Tomaten mit Eier
Tomaten mit Eier


Tomaten mit Eiern. Eigentlich ein uraltes, sehr einfaches Gericht, das es in verschiedenen Variationen in vielen Teilen der Welt gibt. Shakshuka, Menemen oder die chinesische Variante „Tomato and Eggs“ – die Zubereitungen sind unterschiedlich, aber das Grundprinzip ist ähnlich: Tomaten und Eier, aus wenigen Zutaten etwas richtig Gutes machen.

Ich liebe dieses Gericht besonders im Sommer. Und ich mache es so, wie es mir beigebracht wurde: sehr schlicht, ohne viele andere Zutaten.

Natürlich kann man Tomaten mit Eiern wunderbar variieren. Zwiebeln, Knoblauch, Kräuter, Gewürze oder Paprika – alles schmeckt lecker, und je nach Laune mache ich das auch. Aber wenn ich Besuch habe oder einfach zu Hause bin, möchte ich es meistens genau so essen: Tomaten, Eier, Salz und Pfeffer. Mehr braucht es für mich nicht.

Manchmal brate ich allerdings ein ganz kleines bisschen Zwiebel vorher in der Pfanne an. Wirklich nur wenig – die Zwiebel soll nicht zum Hauptbestandteil werden, sondern lediglich ein wenig Geschmack geben. Danach kommen die Tomaten dazu.

Entscheidend sind dabei eigentlich nur zwei Dinge: gute, reife Tomaten und die richtige Konsistenz.

Die richtigen Tomaten

Am besten eignen sich Fleischtomaten, und zwar richtig reife. Sie sollten schön weich, saftig und aromatisch sein und vor allem nach Tomate schmecken. Gerade im Sommer, wenn die Tomaten Saison haben und richtig ausgereift sind, ist dieses Gericht für mich am besten.

Ich schneide die Tomaten in relativ große Stücke. So können sie langsam vor sich hin köcheln, ohne sofort zu zerfallen. Wenn sie weich geworden sind, zerdrücke ich sie vorsichtig mit dem Kochlöffel. Dadurch bleibt ein Teil der Tomaten stückig. Genau das mag ich: eine schöne, sämige Sauce und gleichzeitig noch kleine, weiche Tomatenstücke.

Wenn die Tomaten wirklich reif und aromatisch sind, braucht man gar keinen Zucker. Sie bringen von selbst genug Süße mit. Sind die Tomaten dagegen etwas säuerlich oder haben nicht ganz so viel Geschmack, schadet eine kleine Prise Zucker nicht. Sie soll das Gericht natürlich nicht süß machen, sondern lediglich die Säure etwas ausgleichen.

Die Eier

Auch bei den Eiern gilt für mich: Weniger ist mehr. Ich nehme nicht zu viele Eier, damit das Gericht nicht zu fest wird. Die Eier sollen sich mit der Tomatensauce verbinden und trotzdem schön weich und saftig bleiben.

Ich verquirle die Eier vorher in einer Schüssel und gebe sie dann zu den fertigen Tomaten in die Pfanne. Dort vermische ich sie vorsichtig mit der Tomatensauce.

Die Eier dürfen nicht lange kochen. Sobald sie in der Tomatensauce sind, reichen meistens schon ein paar Minuten. Dann ist das Gericht eigentlich schon fertig. Sie sollen gerade stocken, aber noch weich und saftig bleiben. Wenn man sie zu lange kocht, wird alles schnell trocken und fest – und genau das möchte ich vermeiden.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Am Ende kann man noch eine ganze scharfe grüne Paprika dazugeben. Das schmeckt erstaunlich gut und gibt dem Gericht noch etwas Frische und Würze.

Und dann kommt noch mein letzter kleiner Tipp: Butter.

Wenn das Gericht schon fast fertig ist, gebe ich die Butter dazu und lasse sie in der heißen Tomatensauce schmelzen. Sie verstärkt den Geschmack und macht die Sauce noch etwas runder und cremiger.

Mehr braucht es für mich nicht.

Das Rezept

Für 2 Personen

  • 5 sehr reife Fleischtomaten

  • 3 Eier

  • 100 g Butter

  • 1 scharfe grüne Paprika

  • ein kleines Stück Zwiebel, nach Geschmack

  • Salz

  • Pfeffer

  • nach Bedarf eine kleine Prise Zucker

Ein einfaches Sommergericht, das vor allem von guten Tomaten, wenigen Zutaten und der richtigen Konsistenz lebt. Und vielleicht ist genau das der Grund, warum ich es so gerne esse: Es ist unkompliziert, schnell gemacht und schmeckt nach Sommer.


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